G.O.T.S

Global Organic Textile Standard

GOTS-Produkte müssen zu mindestens 90% aus Naturfasern bestehen. Dazu zählen etwa Baumwolle, Schurwolle, Seide oder Leinen. Höchstens 10% dürfen synthetische Fasern oder Viskose sein. Davon müssen mindestens 70% von Pflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Genetisch manipulierte Baumwolle ist nicht erlaubt. Beim kontrolliert-biologischen Anbau schützen wechselnde Fruchtfolge und Mischbepflanzungen das Wachstum der Baumwolle. Es dürfen nur natürliche Düngemittel benutzt werden, chemische Entlaubungsmittel sind verboten. Das macht eine Ernte per Hand notwendig.

Bei der Herstellung der Textilien sind gesundheitlich bedenkliche oder umweltschädigende Stoffe ausgeschlossen. So sind zum Beispiel Ammoniak oder Chlor als Bleichmittel verboten; eine Aufhellung der Fasern darf nur mit Sauerstoff erfolgen. Bei den Farbstoffen sind beispielsweise Formaldehyd, Schwermetalle und Azofarbstoffe tabu. Grundsätzlich soll der Einsatz von Farben, die Allergien auslösen könnten, vermieden werden.

Bei der Ausrüstung (knitterfrei, wasserabweisend) dürfen keine synthetischen Hilfsstoffe benutzt werden. Diese sind nur beim Weichmachen, Walken und Filzen erlaubt. Stattdessen setzt der GOTS hier auf Wärme, Feuchtigkeit und Druck.

Die fertigen Textilien werden daraufhin geprüft, ob enthaltene gesundheitsgefährdende und umweltbelastende Stoffe die in den Kriterien definierten Grenzwerte nicht überschreiten.

Bei der Herstellung der Textilien soll so wenig Wasser und Energie verbraucht werden, wie möglich.

Es gelten die Sozialstandards der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) als Mindeststandard: Gerechte Löhne, Arbeitsschutz und Vereinigungsfreiheit; Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Misshandlung oder Diskriminierung.

Die am Herstellungsprozess beteiligten Betriebe werden einmal im Jahr kontrolliert und zertifiziert. Zusätzlich können auch unangemeldete Kontrollen durchgeführt werden.

Aus : www.global-standard.org